Malawi:
Der Weg in ein besseres Leben

DEICHMANN-Stiftung schafft sichere Lebensgrundlagen für extrem arme Familien in Malawi

Zusammenfassung

Das Projekt

120 extrem arme Haushalte im ländlichen Malawi schaffen durch den Aufbau unternehmerischer Tätigkeiten eine stabile Lebens­grundlage und verbessern ihre Gesundheits- und Bildungs­situation.

Die Wirkung

Menschen, die von starker Armut betroffen sind und sich allein um ihre Familie kümmern, werden dabei unterstützt, für ihre grundlegenden Bedürfnisse zu sorgen. Durch den Aufbau von Kleinstunternehmen erzielen sie ein stabiles Einkommen und durchbrechen den Kreislauf der Armut. Sie können sich besser ernähren, vor Krankheiten schützen und ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Über 500 Menschen erhalten die Chance auf ein besseres Leben. Der Zugang zu lokalen Spargruppen fördert zusätzlich die Widerstandskraft gegen Krisen und stärkt den sozialen Zusammenhalt.

Warum Hilfe nötig ist

Arme Familien durch­brechen Armutskreislauf meist nur mit Unter­stützung
Die Hälfte der rund 20,4 Mio. Einwohner Malawis lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Etwa 3,8 Millionen von ihnen kämpft sogar mit extremer Armut (s. Grafik). Diese Menschen müssen von weniger als 2 Euro am Tag überleben. Die meisten Malawier ernähren sich vom Ertrag ihres eigenen Ackers oder einer kleinen Viehzucht. Oft produzieren sie jedoch nicht ausreichend, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu sichern. Stark zunehmende Dürren, Zyklone und Überschwemmungen gefährden die Lebens­grundlagen kleinbäuerlicher Haushalte zusätzlich.

Wie die Stiftung hilft

Chancen und Perspektiven für ein besseres Leben schaffen

Das Projekt „Der Weg in ein besseres Leben“ unterstützt gezielt Frauen und junge Menschen aus extremer Armut, die die Hauptverantwortung für sich und ihre Familie tragen. Sie gehören zu den ärmsten Mitgliedern ihrer Gemeinden, können keine Landwirtschaft betreiben und sich nicht selbst versorgen. Improvisierte Häuser bieten ihnen wenig Schutz und es fehlt oft an sauberem Trinkwasser sowie sanitären Einrichtungen. Kinder aus diesen Familien gehen meist unregelmäßig zur Schule. Im Projekt bekommen Familien in ländlichen Gebieten des Blantyre Distrikts die Möglichkeit, sich eine stabile Lebensgrundlage aufzubauen.

Die DEICHMANN-Stiftung ermöglicht das wegweisende Pilotprojekt in Malawi. Erstmals erhalten 530 Menschen aus 120 Haushalten die Chance, sich eine sichere Einkommensquelle durch den Aufbau wirtschaftlicher Aktivitäten zu schaffen. Auf diesem Weg werden sie zwei Jahre lang unterstützt. Durch begleitende Trainings und Coachings verbessern die Teilnehmenden ihre unternehmerischen und sozialen Kompetenzen in den Bereichen Zukunftsplanung, Kleinunternehmertum, Sparen und Investieren, Gesundheit und Hygiene. In den ersten sechs Monaten werden die Grundbedürfnisse der Familien mit einer Unterstützung abgesichert, bis die begonnenen Aktivitäten für genügend Einkommen sorgen.

Programmteilnehmerin Cecilia kümmert sich liebevoll um ihre Ziegen, die sie als Startgrundlage erhalten hat.

Weitermachen trotz Widerständen

Im April 2022 starteten die ersten Familien mit dem Aufbau ihrer unternehmerischen Aktivitäten, bis im März 2023 ein zerstörerischer Zyklon die Projektregion traf. Die Hütten vieler Haushalte wurden stark beschädigt. Mühsam erspartes Kapital ging verloren. Dank des Projekts konnten sie ihre Hütten wieder aufbauen und die nächsten Entwicklungsschritte gehen.

Was die Hilfe bewirkt.

Nachhaltige Entwicklung durch umfangreiche Trainings

Gute Voraussetzung durch Wissen und Kompetenzen

Das in den Trainings erworbene Wissen versetzt die teilnehmenden Familien­versorgerinnen und -versorger in die Lage, konkrete Lösungen und Pläne für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Individuelle Coachings helfen ihnen dabei, Heraus­forderungen im Alltag zu meistern.

Wirtschaftliche Lebensgrundlage schaffen

Die Familien entwickeln mit erfahrenen Mentorinnen und Mentoren Pläne für den Aufbau ihrer Einkommens­quellen. Damit sie ihren Plan erfolgreich umsetzen können, erhalten sie eine Grund­ausstattung für zwei wirtschaftliche Aktivitäten, zum Beispiel Werkzeuge für handwerkliche Arbeiten, Saatgut für den Anbau von Nutzpflanzen oder Kleinvieh für die Zucht.

Eine stabile Zukunft sichern

Die teilnehmenden Familien wollen ihre Chance nutzen und entwickeln ein hohes Maß an Entschlossenheit, Tatkraft und Ausdauer. Ihre Situation verbessert sich. Sie erzielen ein regelmäßiges Einkommen, schützen sich vor Krankheiten und ermöglichen ihren Kindern den Schulbesuch. Damit die Familien besser mit schwankenden Einnahmen und Ausgaben umgehen können, werden lokale Spar- und Kreditgruppen gegründet, von denen alle Haushalte in der Projektregion profitieren.

Zusätzliche Informationen

Das Leben in Malawi ist von Armut und Hunger geprägt.

Die Hälfte der Bevölkerung Malawis lebt unterhalb der Armutsgrenze. Laut Weltbank sind 18 Prozent der Bevölkerung im südost­afrika­nischen Land unterernährt. Fast 40 Prozent der Kleinkinder leiden aufgrund chronischer Mangel­ernährung unter Wachs­tums­verzögerungen. 37 Prozent der Haushalte benötigen mindestens 30 Minuten, um Trinkwasser zu holen.

Unser Projekt liegt in Machinjiri, in der Nähe von Blantyre im Süden des Landes. Hier gibt es besonders viele absolut arme Haushalte. Eine gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ist diesen Familien oft nicht möglich. In ihren Orts­gemeinschaften werden sie zudem diskriminiert und ausgegrenzt.

Stimmen aus der Region

Die ersten Schritte in ein besseres Leben sind gelungen

Projektteilnehmerin Cecilia möchte Hunger und Kälte besiegen

Nachts kuschelte sich Cecilias Familie bei Temperaturen um die 13°C auf einer durchgelegenen Schaumstoff­matte auf dem Lehmboden eng aneinander. Es war schwer gegen die Kälte anzu­kommen, vor allem da die Familie sich meistens nur eine Mahlzeit am Tag leisten konnte.

Mit ihrer monatlichen Unter­stützung kann Cecilia heute genug Essen kaufen, Kleidung für ihre Kinder anschaffen und etwas für die Zukunft sparen. Eine Haustür schützt ihre Familie nun vor der Kälte. Auch Cecilias unter­nehmerische Tätigkeit entwickelt sich gut. Sie produziert Backsteine und züchtet Ziegen.

Cecilia

„Wir haben oft abends gegessen, damit wir wenigsten nicht hungrig ins Bett gehen mussten.“

Lesson,

23 Jahre alt, ist der Hauptverdiener für seine siebenköpfige Familie.

Lesson übernimmt Verantwortung für seine Familie

Lesson und seine Frau waren auf saisonale Hilfsarbeiten in der Landwirtschaft angewiesen, was kaum zum Leben reichte. Durch das Projekt hatten sie die Möglichkeit, einen Kiosk zu eröffnen. Hier sehen sie die größten Chancen für ein sicheres Einkommen. Die Familie konnte auch eine Ziege und fünf Hühner kaufen. Ihre ersten Ersparnisse haben sie in ihrer Spar- und Kreditgruppe angelegt. Lesson ist sich sicher, dass seine Familie auf dem Weg in eine bessere Zukunft ist.

Partner für die Umsetzung

Opportunity International – unternehmerische Chancen aus der Armut

Partner für dieses Projekt ist die Stiftung Opportunity International Deutschland (OID).

Seit 1996 leistet sie Hilfe zur Selbsthilfe in den Ländern des globalen Südens. Die Stiftung ist überzeugt, dass Menschen sich mit dem richtigen Wissen und Handwerkszeug aus eigener Kraft aus dem Kreislauf der Armut befreien können. Die nachhaltige Unterstützung von OID konzentriert sich auf die unter­nehm­erische und persönliche Entwicklung der Menschen, indem sie Bildung und Ausbildung anbietet, Existenzgrundlagen schafft und ihre Gesundheitssituation verbessert.

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